
Im Produktionsprozess hat Glas keine Zeit zu verlieren. Ein Ofen, der lange zum Erhitzen benötigt, verzögert damit den gesamten Prozess der Glättung oder Verklebung. Wenn das thermische Feld nicht gleichmäßig ist, wird das sofort sichtbar – durch optische Verzerrungen oder Spannungsrisse. Wir haben die Infrarotlampe aus Rubinglas entwickelt, um schnell eine reproduzierbare Temperatur zu erreichen und diese beizubehalten. So kann der Ofen, die Biegeanlage oder die Autoklave weiterhin effektiv arbeiten.
Der Kern der Lampe liegt im NIR-Bereich zwischen 0,75–1,2 µm. Die Energie wird über einen mit Rubin angereicherten Quarzkörper abgegeben. Diese Wellenlänge wird vom Glas sowie vielen Beschichtungen stark absorbiert. Dadurch gelangt die Energie dorthin, wo sie benötigt wird – an die Oberfläche – anstatt dass Energie zum Heizen von Luft und Geräten verschwendet wird.
dadurch entsteht eine direkte, volumetrische Erwärmung, wodurch die Einweichzeit verkürzt wird und Konvektionserscheinungen vermieden werden. Die Leistungsdichte ist für industrielle Anwendungen optimiert: Dichte Filamentanordnungen und präzise Toleranzen bezüglich der Homogenität der Heizzone. Es entsteht eine schnelle thermische Reaktion, stabile Emissionseigenschaften von Durchgang zu Durchgang – und konstante Leistung auch bei häufigem Einschalten/ausschalten.
In der Praxis bedeutet das kürzere Erwärmungszeiten vor dem Biegen, bessere Kontrolle während des Glättungsprozesses sowie schnelleres Trocknen bei der Beschichtung und Verklebung – ohne dass die Zwischenschichten beschädigt werden. Der Energieverbrauch sinkt, da weniger Wärme in den Raum entweicht.
Für das Versiegeln von Isolierglas bringt die Lampe die Ränder schnell auf die notwendige Temperatur – dadurch bleibt das Versiegelungsmuster konstant. Die Geräte sind als Ersatzmodule für gängige Öfen und Autoklaven konzipiert, mit standardisierten Befestigungsmöglichkeiten und Kabelanschlüssen.
Die Installation ist einfach, doch die richtige Ausrichtung ist entscheidend. Die Lampe muss so positioniert werden, dass die Brennebene mit dem Glaspfad übereinstimmt. Schon eine kleine Abweichung führt zu ungleichmäßiger Erwärmung.
Es ist wichtig, die Geometrie des Reflektors zu überprüfen und die Emissionseinstellungen neu zu kalibrieren, wenn man Glassorten oder -stärken wechselt. Arbeiten Sie innerhalb des vorgegebenen Spannungsbereichs und planen Sie Inspektionen regelmäßig, um eine stabile Leistung über 5.000 Stunden hinweg zu gewährleisten.